Diskussionsanregung: Zugang zu Waffen gesetzlich erschweren?

By | 14. April 2012

Gestern war zu lesen, dass sich ein Enkel des spanischen Königs eine Schrotladung Blei in den Fuß geschossen hat. Da ich bis vor Kurzem noch in Spanien gelebt habe, interessieren mich News aus Spanien besonders. Dabei hatte der Vater des Jungen Schießübungen mit dem 13-Jährigen durchführen wollen. Das Ergebnis haben wir ja jetzt gesehen. Ich weiß nicht, wie Ihr zu dem Thema steht, aber ich bin gegen den Besitz von Waffen. Sie bringen Verderben über Menschen. Ich kann mir auch nie erklären, wie beispielsweise Schulattentäter an Waffen herankommen können. Selbst wenn ich heute an eine Schusswaffe drankommen wollte, ich wüsste gar nicht wie.

(Foto: Arno Bachert  / pixelio.de)

Nun gibt es Berufe oder ländliche Gegenden, in denen Menschen Schusswaffen besitzen müssen. Entweder um sich vor Menschen oder vor Tieren zu schützen. Forstarbeiter zum Beispiel. Diesen Berufsgruppen kann man natürlich nicht den Besitz von Waffen untersagen. Diese gehen aber auch verantwortungsvoll mit diesen um. Daneben gibt es aber auch Menschen, die aus Spaß schießen. In Schützenvereinen beispielsweise. Ganz ehrlich, der Sinn dieser Schützenvereine erschließt sich mir auch nicht. Warum hat ein Mensch Gefallen daran, an eine Wand zu ballern? Das Ergebnis sind dann so Psychopathen, die den Waffenschrank des Vaters ausräumen, um einmal auf lebende Ziele zu schießen.

Wie gesagt, ich mag keine Waffen und auch keine Schützenvereine. Dennoch sehe ich ein, dass es kein allgemeines Waffenverbot geben kann. Es kann jedoch verpflichtende Vorschriften geben, gefährliche Waffen sicher aufzubewahren. Hierfür gibt es schließlich Tresore oder zugangssichere Waffenschränke. Ich bin nämlich der Meinung, dass ein erschwerter Zugang zu Waffen, das Risiko sich selbst oder andere zu verletzen, minimiert. Nicht umsonst sind Todesfälle in den USA durch Schusswaffen, wo der Zugang “einfacher” ist als hierzulande, immens hoch.

Ein Gesetz könnte z.B. vorgeben, dass diejenigen, die eine Schusswaffe zu Hause besitzen wollen, einen Nachweis über einen solchen Tresor erbringen müssen. Das garantiert natürlich noch nicht, dass die Waffe auch dort gelagert wird. Aber ein erster Schritt könnte es sein.

Wie steht Ihr zu dem Thema Waffen, Waffenverbot und Schützenvereine?

4 thoughts on “Diskussionsanregung: Zugang zu Waffen gesetzlich erschweren?

  1. Paul Burger

    Zitat:
    “Ein Gesetz könnte z.B. vorgeben, dass diejenigen, die eine Schusswaffe zu Hause besitzen wollen, einen Nachweis über einen solchen Tresor erbringen müssen. Das garantiert natürlich noch nicht, dass die Waffe auch dort gelagert wird. Aber ein erster Schritt könnte es sein.”

    Mit nur ein klein wenig Recherche hättest Du rausgefunden das es diese Aufbewahrungsvorschrift schon seit 2003 gibt und ohne den Nachweis eines geeigneten Waffenschranks keine WBK ausgestellt wird.

    Im übrigen erschließt sich mir der Sinn mancher Hobbys auch nicht, wie z.B. das 22 Idioten einem Ball hinterher rennen und die Zuschauer schlagen sich anschließend die Köpfe gegenseitig ein. Dieses komische “Hobby” nennt sich Fußball, und kostet den Steuerzahler jedes Jahr ca. 80 Millionen Euro durch den Aufwand an Polizei, nur damit sich die “Fans” sich nicht gegenseitig abmurksen.

    Schießsport ist ein Hobby und Sportart wie viele andere auch, ob Du daran Gefallen findest oder nicht bleibt Dir überlassen, über 2 Millionen Menschen in D. gefällt es. Dazu kommen noch eine Vielzahl von Fans beim Biathlon etc. (Ja, da wird auch geschossen, sogar mit Patronenmunition!)

    Der Zugang zu legalen Waffen ist in Deutschland mehr als aureichend geregelt, ganz im Gegensatz zu den illegalen Waffen, welche man schon problemlos z.B. als 16jährger am Bahnhof kaufen kann (Siehe Schießerei in Bottrop im Dez 2011)

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  2. Paul Burger

    Toller Blogger, will dikutierten, aber wenn jemand eine andere Meinung hat als er, kommt der Kommentar in den Müll.

    Nein Danke!!

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    1. oggy

      Hallo Paul,

      war nur noch nicht freigeschaltet. Gelöscht wird hier soweit nämlich nix.

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  3. Ali

    Ich war gestern Abend auch nicht online. Es gab Fußball im Fernsehen :)

    Vielleicht kann ich mal einen Artikel zum Thema “Fußball” schreiben. Obwohl ich Fußball sehr mag, wäre ich der Letzte, der behaupten würde, dass das, was andere so nach dem Spiel veransttalen nicht hirnrissig ist.

    Gesetze erlassen ist eine Sache. Die andere ist die Einhaltung zu kontrollieren.

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