Michael Wendler als polarisierende Hass-Figur

Michael Wendler – geliebt, gehasst, verklagt?!

Sänger Michael Wendler wird aktuell von einem Shitstorm gejagt, den ich so persönlich noch nie gegen einen Musiker, der in der Öffentlichkeit steht erlebt habe. Dem polarisierenden Sänger werden dabei seine bisherigen Klagen und Streitigkeiten mit Fans und öffentlicher Ordnung vorgehalten, bei Facebook versammelten sich virtuell bereits mehr als 225.000 Menschen, die Michael Wendler scheiße finden. Die offizielle Wendler-Fanpage im sozialen Netzwerk kann dabei bislang nur ein wenig mehr als 50.000 Fans vorweisen.


Genauere Details zu den Vorwürfen, der Gerichtsverhandlung und der Hetze im Web hat das Modulopfer gelistet, dort finden sich auch weitere Quellen und Verweise. Ich möchte nun auch weder auf die Gerichtsverhandlung, den RTL-Anwalt Posch oder das geplatze Fan-Café eingehen – vielmehr frage ich mich, was Menschen überhaupt bewegt, sich online so klar zu positionieren. Und ich wette: von den 225.000 Menschen der “Michael Wendler ist scheiße”-Gruppe würde sich ein Großteil im Falle eines Falles gerne mit dem Sänger ablichten lassen und ein Fan-Foto machen lassen.

Mit Michael Wendler ist es wie mit allen anderen Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit. Entweder mag man sie, findet sie okay oder man mag sie nicht und findet sie scheiße. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Nur, wenn ich jemanden nicht mag, muss ich das nicht gleich der ganzen Welt mitteilen. Genauso wenig erzähle ich jedem, wie toll ich Sänger Kurt aus Mannheim finde oder wie sehr mich der Gesang von Cindy aus Osnabrück nervt. Bei Michael Wendler ist das anders – scheinbar.

Über 200.000 Menschen drücken seit dem 17. Oktober (also seit erst zwei Tagen!) aus, wie sehr sie diesen MENSCHEN hassen. Dabei geht es nicht einmal um die Musik von Wendler, nein, es geht um Michael Wendler als Person. Interessant, oder? Ähnliche Gruppen gab es bei Christian Wulff und zu Guttenberg, allerdings ging es da nie um den Menschen an sich – immer nur um politische oder auch private Verfehlungen. Warum ist das beim Wendler anders?

Weil er offen mit seinem Charakter umgeht (diesen kann man nun toll finden oder auch nicht) und weil er sich auch im Falle einer Privatinsolvenz nicht vom protzigen Lebensstil trennen will? Sein Bier. Wenn er damit klar kommt, kann er das doch handhaben wie er will. Die Verurteilung im aktuellen Rechtsstreit ist nichts anderes. Der Versuch, das restliche Geld einzufordern ist gescheitert, vielmehr muss er nun Geld zurückzahlen. Pech. Aber da solch ein Aufheben drum machen und gleich den Menschen persönlich anfeinden? Wieso halten sich diese 225.000 Menschen so zurück, wenn es um Schwerkriminelle geht, die Menschenleben auf dem Gewissen haben? Wo ist da die Relation. Das passt doch nicht zusammen.

Bis hierhin sollte das erstmal reichen und ich freue mich wirklich auf konstruktive Meinungen eurerseits.

Warum gibt es diesen Hass auf Michael Wendler? Warum wird hier so eine Meinungsmache betrieben?

(Grafik: Tony Hegewald  / pixelio.de)

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10 Gedanken zu „Michael Wendler – geliebt, gehasst, verklagt?!

  1. Oliver Kubitzky

    Um hier mal einen netten Kommentar abzugeben – Da muss man sich nicht großartig über die hohe Zahl an Likern. Ich denke die Dunkelziffer der Anti Wendler Sympatisanten ist wesentlich höher. Warum nun diese offene Positionierung innerhalb kürzester Zeit?
    1. Täter Opferdarstellung mit Namensnennung!
    2. TV als Medienkanal für zusätzliche Verbreitung.
    3. Täterdarstellung – Vorgeschichte, Historie nicht gerade günstig.
    4. Aufnahme der öffentlichen Meinung und Erstellen einer Hate-Page.
    Alles Faktoren, welche einen Shitstorm dieses Ausmaßes begünstigen.

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  2. Mario

    Och, der hat doch keinem was getan. Er ist halt jemand der polarisiert. Und Geschmäcker sind verschieden. Ich mag seine Musik nicht und gut is. Mich zwingt ja niemand ihn zu hören.

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  3. Maya

    Ich habe kein Facebook, hätte aber auch “gefällt mir” gedrückt bei den 250’000 “Anti-Fans”.
    Dieser selbsverliebte Mann hat zwei seiner treuen Fans versucht abzuzocken. Er wollte sogar die restlichen 60’000 Euro noch geltend machen, und das alles ohne Gegenleistung!!! Das sagt wohl mehr als genug über seinen Charakter aus!!!! Er hat sich wohl damit in seiner grenzenlosen Überheblichkeit selbst den “Todesstoss” versetzt.
    Wer seine Fans nicht schätzt verdient auch keine Fans mehr. Denn nur sie haben es in der Hand, ob ein Sänger weiterhin populär bleibt oder ob er im Nichts verschwindet! Wie heisst es so schön………
    HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL!

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  4. Steffen

    Tja, was soll man da noch sagen: früher sind die Leute demonstrieren gegangen, heute geht es halt viel einfacher, bei etwas “dabei” zu sein. Ein “gefällt mir” bei Facebook, und schon hat man bei etwas “Großem” mitgemacht (Ironie). Mir kommt das Ganze ein bißchen wie “Hexenverbrennung 2.0″ vor, alles von beiden Seiten übertrieben…

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  5. Maya

    Mit meiner Meinung war ich hier wohl falsch, denn sie wurde nicht aufgeschaltet. Macht aber nichts.
    Etwas möchte ich aber noch zu ihrem Kommentar anmerken.
    Zur Privatinsolvenz von Wendler:
    Ja, der gute Mann protzt weiter herum. Haben sie sich auch mal über seine Gläubiger Gedanken gemacht, wie die mit den Verlust ihres Geldes klar kommen?!!!!!
    Mein verstorbener Mann war selbständiger Geschäftsmann. Wegen Menschen wie der Wendler musste ich trotzt Betreuung meines schwerst behindertem Kind oft nebenher noch arbeiten gehen, damit WIR UNSERE Rechnungen bezahlen konnten!!!!!! Dies schreibt ihnen eine 59 jährige Witwe. Vielleicht denken sie auch mal darüber kurz nach, bevor sie so sorglos und am Rande über die Privatinsolvenz vom Wendler schreiben. Danke!
    Diesen Beitrag müssen sie auch nicht veröffentlichen.

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    1. oggy Artikelautor

      Selbstverständlich wurde das freigeschaltet – ich sitze nur nicht 24h durchgehend am PC – ein wenig Geduld wäre da angebracht.

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  6. Pingback: Nicht spurlos

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