Negative Kalorien

Vorgestern stieß ich in den weiten Welten des Internets auf einen scheinbar sehr intelligenten Satz, den ich natürlich auch gleich via Twitter und Facebook weiterverbreitete.

Es ging um Lebensmittel. Um Gemüse. Aber seht selbst:

Sellerie hat „negative“ Kalorien. Es kostet mehr Kalorien, eine Stange Sellerie zu essen, als es eigentlich einbringt.

(Foto: Daniel Rennen / pixelio.de)

Demnach hieße es, dass es mehr Kalorien verbraucht bspw. 100g Sellerie zu sich zu nehmen, als diese 100g Sellerie selbst an Kalorien hat. Ergo würde es bedeuten, dass Sellerie schlank macht. Wer also jeden Tag Sellerie futtert, dürfte automatisch abnehmen. Gleiches soll angeblich auch für Gurken, Spinat und Kohl gelten.

Doch ein Einwurf bei Twitter brachte mein Weltbild ins Wanken. Angeblich gäbe es gar keine negativen Kalorien.

Fest steht: Sellerie hat viele Ballaststoffe. Diese machen dem Körper viel Arbeit. Beim Kauen, im Magen und auch im Darm. Denkt man also etwas weiter können da kaum noch Kalorien verbleiben, die der Körper aufnimmt.

Doch ist das wirklich so? Nein. Das Stichwort lautet Thermogenese.

Der Kaloriengehalt eines Lebensmittels wird so berechnet, dass die für die Verdauung nötige Thermogenese, also der Aufwand, den der Körper für die Verdauung braucht, bereits mit einberechnet wurde. Tatsache ist also, dass eine Stange Sellerie, die etwa 10 Kalorien hat, 2 Kalorien braucht, um verdaut zu werden und somit nur noch 8 Kalorien übrig bleiben, die der Körper verwerten kann. (Quelle: suite101)

Und es ist letztlich so, dass es kein Lebensmittel gibt, welches mehr Kalorien verbrauchen lässt, als es selbst einbringt. Negative Kalorien sind somit effektiv lediglich ein Mythos.

Schade eigentlich. 😉 Auch wenn ich beim besten Willen keine Diät brauche – irgendwie wäre das ja schon ein entscheidender Punkt einer möglichen Abnehm-Offensive. 😀

Wie siehts bei euch aus? Braucht ihr negative Kalorien?

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Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Google+.

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