Refill: Wasserflaschen in Deutschland kostenlos auffüllen

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Alleine in Deutschland produzieren wir Tag für Tag viel zu viel Müll. Plastik vor allem – und daran haben auch Einwegflaschen Schuld, die wir beinahe immer und überall kaufen können. Stellt sich die Frage, ob man so viel Einwegmüll tatsächlich produzieren und damit unsere Umwelt verdrecken muss. Mit dem Projekt Refill soll dies umgangen werden. Bei Refill kann man sich als Gastronom, Geschäftsinhaber und Co. anmelden und bekommt dann einen Aufkleber für den Eingangsbereich. Dieser zeigt: hier gibt es kostenloses Wasser – einfach zum Auffüllen der eigenen Trinkflasche.

Das heißt, dass man seine eigene Trinkflasche einfach unterwegs mitnimmt, sie zuhause schon mit Leitungswasser befüllt – und sie bei Bedarf dann in Innenstädten, Kaufhäusern und Co. auffüllen lassen kann. In größeren Städten und Ballungszentren ist das Refill Netz bereits umfangreich aufgestellt, in ländlicheren Regionen leider noch nicht. Das kann – und sollte – sich aber bald ändern. Zumindest hoffe ich das.

Refill
(Quelle: Refill Deutschland)

Auch andere Geschäftsleute können bei Refill mitmachen – oder Werkstätten, Kioske, Waschanlagen oder was auch immer, sofern es reguläre Öffnungszeiten gibt. Einzige Voraussetzung: es muss Leitungswasser abfüllbar sein. Für alle, die von Refill profitieren und sich frisches Wasser in die mitgebrachte Flasche füllen lassen, bietet dieses Projekt zudem die Möglichkeit, immer ausreichend Wasser zu haben und somit auch genug zu trinken. Denn: viele Deutsche trinken zu wenig. Aber müssen es wirklich zwei Liter am Tag sein, wie es immer wieder heißt?

Ein Video, das ich vor einigen Tagen gesehen habe, lässt mich darüber nachdenken. Darin kommt auch Refill zur Sprache. Ein Beleg dafür, dass Refill wirklich funktioniert.

Was bringt Refill für die Umwelt?

Aus meiner Perspektive bietet Refill für die Umwelt direkt mehrere Vorteile. So wird weniger Plastikmüll produziert und die Innenstädte liegen hoffentlich nicht mehr voll damit. Gleiches kann natürlich auch für anderen Müll wie Kaffeebecher und Co. gelten.

Refill bietet zudem einen einfachen Zugriff auf ein wirklich umfassend und intensiv kontrolliertes Lebensmittel in Deutschland: Leitungswasser. Die Qualität dessen ist in Deutschland sehr hoch, sodass man sich Mineralwasser aus Plastik-, aber auch Glasflaschen vielfach sparen kann. Wer kein stilles Wasser trinken mag, kann dieses zum Beispiel mit dem SodaStream schnell und simpel in Mineralwasser mit Kohlensäure verwandeln.

Was für Vorteile gibt es mit Refill außerdem noch?

Neben dem Aspekt des Umweltschutzes (passend dazu: The Ocean Cleanup) bietet Refill aber auch noch zusätzliche Vorteile, die ich in diesem Projekt sehe:

  • Trinkwasser kann einfach vielerorts bezogen werden
  • kostenloser Zugriff auf Trinkwasser
  • mehr Zusammenhalt in der Bevölkerung
  • Gutes tun, gutes erleben

Dabei kann es vor allem für Eltern von (kleinen) Kindern hilfreich sein, immer über frisches Wasser verfügen zu können. Denn ist die Trinkflasche leer muss oftmals schnell Nachschub her.

Was haltet ihr von Refill Deutschland und dem Prinzip dahinter? Wäre das etwas für euch? Gibt es bei euch schon Refill Stationen?

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Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Google+.

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