Wie definiert man CFD Trading?

By | 29. September 2017

Unter CFD Trading versteht man die Aktivität des Handelns mit CFDs, ausgeschrieben „Contract For Difference“, bei einem Broker. Als CFD bezeichnet man ein Derivat, mit welchem zwei Parteien auf den Verlauf eines Börsenkurses, genauer gesagt auf den Unterschied zwischen einer Start- und einer Endposition eines Kurses, spekulieren. Das Verwenden eines Contracts For Difference, der im Grunde einem Vertrag zwischen einem Käufer und Verkäufer, der einen bestimmten Einkaufspreis festlegt, gleichkommt, erlaubt das Erwirtschaften von Profit und Verlust basierend auf den Schwankungen des Börsenkurses eines unterliegenden Wertgegenstands, in einem konkreten Zeitraum.

CFD Trading wird immer populärer

Seit der Einführung von CFDs in den frühen 90ger-Jahren, sind CFD Broker nun populärer denn je, da Investoren die geringer ausfallenden Kapitalanforderungen stark begrüßen. Dadurch können Investoren in Finanzmärkten teilnehmen, die ihnen früher durch zu hohe Margin-Anforderungen oder allgemeinen Richtlinien verwehrt geblieben wären. CFD Trading eröffnet die Möglichkeit, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen. Man bezeichnet es als „Long“, auf steigende Kurse zu spekulieren und als „Short“, wenn man von fallenden Kursen profitieren möchte. Darüber hinaus müssen z.B. britische Trader keine „Stamp Duty“ bezahlen, da Derivate, wie eben CFDs, davon ausgeschlossen sind.

Abgrenzung zu binären Optionen

CFDs erinnern an binäre Optionen. Das liegt daran, dass binäre Optionen eine Form von CFDs sind, mit einigen markanten Unterschieden. Der erste dieser Unterschiede ist, dass beim CFD Trading der Gewinn oder Verlust dadurch beeinflusst wird wie stark sich der Kurs vom Anfangswert unterscheidet, während das Spekulieren mit binären Systemen lediglich einer Wette des Vorhersagens der Kursrichtung gleichkommt, die von der zu Beginn eingesetzten Summe und der Richtigkeit der Prognose abhängt. Deshalb ist das Ausmaß des Gewinns oder Verlusts bei binären Optionen bereits am Anfang festgelegt. Bei CFDs kommt das Element des Unterschieds des Anfangs- und Endwerts hinzu. Je größer dieser Unterschied, desto größer ist der potentielle Verlust oder Gewinn.
Beim Trading von CFDs versucht man den Verlauf des Kurses einer Wertanlage am Markt vorherzusagen; so wie es auch beim traditionellen Börsenhandel funktioniert. Man setzt auf „Buy“ bzw. „Long“, wenn man der Meinung ist, dass der Kurs steigen wird und auf „Sell“ bzw. „Short“, wenn man der Ansicht ist, dass der Kurs sinken wird. In diesem Fall meint man mit „Buy“ oder „Sell“, was übersetzt „Kaufen“ und „Verkaufen“ bedeutet, nicht die eigentliche Geltung des jeweiligen Verbs, sondern eine Investition in das Recht von der Kursschwankung einer Wertanlage zu profitieren, nicht aber eine Investition in den Wertgegenstand selbst. Allerdings ist es wichtig sich darüber im Klaren zu sein, dass sich der Kurs genauso gut entgegen der erhofften Richtung entwickeln kann und man somit einen Verlust erzielt.

Risiken des CFD Tradings

CFD Trading ist eine risikoreiche Angelegenheit, weswegen dazu geraten wird, dass sich nur erfahrene Trader an diesem Finanzinstrument versuchen sollen.

Allerdings fällt das Risiko seit August 2017 deutlich geringer aus, da die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) die Nachschusspflicht für Privatanleger im Rahmen des CFD Tradings nun auch in Deutschland verboten hat. Das bedeutet für den Trader, dass er nun nicht mehr für Verluste über das Guthaben auf seinem Tradingkonto hinaus haftbar ist. Die Nachschusspflicht hatte nämlich zur Folge, dass Verluste über das Guthaben hinaus bezahlt werden mussten; man konnte also Schulden beim Broker haben.
Durch dieses Verbot liegt nun das Risiko auf Seiten des Brokers, möglichst rechtzeitig, bevor der jeweilige Verlust die Margin (hinterlegte Sicherheitsleistung) des Traders überschreitet, den Trade zu beenden. Über die genauen Auswirkungen dieser Entwicklung sind sich Experten noch nicht hundertprozentig im Klaren. Allerdings rechnet man damit, dass das größere Risiko seitens der Broker mit einer Erhöhung der Spreads bzw. Gebühren kompensiert wird.
Dennoch besteht weiterhin das Risiko des Totalverlusts des eingesetzten Kapitals, weswegen es beim CFD Trading wichtiger ist als irgendwo sonst, wirklich nur mit Risikokapital zu arbeiten!

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