Es gibt Fußballgeschichten, die schreibt nicht der Sport, sondern das Leben. Und dann gibt es Geschichten, die schreibt Italien. Die Azzurri haben die Qualifikation für die WM 2026 verpasst – zum dritten Mal in Folge. Ein Drama, das in jedem anderen Land zu einer nationalen Sinnkrise führen würde. In Italien hingegen führt es zu einer ganz anderen Frage: Warum werden wir dann eigentlich Weltmeister?
Denn wenn man ehrlich ist: Italien hat schon immer am besten funktioniert, wenn es eigentlich nicht funktionieren dürfte. 1982 nach einem Skandal. 2006 nach einem noch größeren. 2021 nach Jahren der Tristesse. Und 2026? Nun ja – diesmal eben ohne Teilnahme. Aber das muss ja nichts heißen.
Damit wir das alles sauber einordnen können, folgt hier die einzig logische, journalistisch selbstverständlich völlig haltlose, aber emotional absolut stimmige Erklärung, warum Italien den WM‑Pokal trotzdem holt.
Die zehn ironischen Gründe für Italiens WM‑Titel 2026
- Italien hat die WM zwar verpasst, aber die FIFA hat’s übersehen, weil der Faxbericht aus Rom zu spät kam. Klassischer Behördenfehler.
- Donnarumma muss gar nicht im Tor stehen. Seine Aura allein lenkt Elfmeter an den Pfosten.
- Der Video-Assistent erkennt: „Italien hätte das Spiel gewonnen, wenn es teilgenommen hätte.“ Drei Punkte.
- Die neue Taktik: einfach gar nicht erst anreisen. So kann man auch nicht verlieren.
- Die FIFA merkt irgendwann: „Moment, eine WM ohne Italien? Das geht nicht.“ Titel per Traditionsrecht.
- Kohlenhydrate schlagen Athletik. Wissenschaftlich nicht belegt, aber lecker.
- Niemand will gegen Italien spielen. Also treten alle vorsorglich nicht an. Italien gewinnt kampflos.
- Der EM‑Titel 2021 wurde von der FIFA als „Gutschein für eine WM“ verbucht.
- In der 97. Minute des Finales taucht Italien plötzlich auf dem Spielberichtsbogen auf. Niemand weiß, wie. Niemand fragt nach.
- Italien gewinnt, weil es dramaturgisch einfach besser ist.
Manchmal erzählt der Fußball Geschichten, die so absurd sind, dass sie schon wieder Sinn ergeben. Italien wird 2026 nicht Weltmeister. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass die Azzurri eine Rolle spielen, die ihnen niemand zugetraut hat. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum viele sie so sehr lieben: Sie liefern immer dann, wenn es eigentlich unmöglich ist – und manchmal sogar dann, wenn sie gar nicht mitspielen.