Blogparade: Mein erster Führerschein

blogparade_fuehrerscheinMeinen Führerschein machte ich im Jahr 2008. Ende Juli hatte ich den „Lappen“ in der Tasche. Der Weg dahin war aber alles andere als einfach. Ich meldete mich gut ein Jahr vorher bei der Fahrschule bei uns im Stadtteil an und besuchte (mehr oder weniger regelmäßig) den Theorie-Unterricht. Dann kam die erste Fahrstunde – und der Fahrlehrer tauchte erst rund 20 Minuten später bei mir zuhause auf als ausgemacht. Losgefahren, quer durch die Stadt aufs Dorf. Platzwechsel. Rücksitz. Zurück fuhr nämlich – ein anderer Fahrschüler. Das war bei dieser Fahrschule Standard und so fuhr ich mal auf der Autobahn („Nicht zu schnell!“), mal auf Landstraßen („Bitte schön rechts halten!“).

Irgendwann Anfang 2008 kam dann die erste Fahrprüfung. Was ich noch nicht wusste: Mein Fahrlehrer war kein Mitglied im Fahrlehrerverband. Das merkte ich während der Prüfung. Die Stimmung zwischen Prüfer und Fahrlehrer war auf dem Nullpunkt, jede kleine Unachtsamkeit meinerseits sorgte für „Aufsehen“. Am Ende hieß es: Durchgefallen. Ein ähnliches Bild auch bei Prüfung Nummer 2 und Nummer 3. Zuletzt war es ein falscher Fahrspurwechsel, der mir in der dritten Prüfung das Genick gebrochen hatte.

Die logische Konsequenz: Eine Sperre – und für mich der Wechsel der Fahrschule. Neue Anmeldegebühren, neue Theorie-Prüfung (die alte war inzwischen nicht mehr gültig). Hohe Kosten also. Einige weitere Fahrstunden mit dem neuen Fahrlehrer im BMW 1er, dann die Prüfung. Besonderes Highlight: 6-Gang-Getriebe mit falschem Schaltknopf oben drauf – der zeigte nur fünf Gänge an. Daher beim Auffahren auf die Autobahn auch die Frage des Prüfers: „Warum schalten Sie jetzt vom fünften in den vierten Gang zurück?“ – Glücklicherweise klärte mein Fahrlehrer diese Szene schnell auf, sechster Gang war schon richtig. Am Ende hatte ich bestanden und meinen Führerschein in der Tasche. Endlich. Denn am nächsten Tag stand unser Umzug an und wenige Tage später begann bereits meine Ausbildung in Oldenburg.

fuehrerschein_vorneKurzum: Hätte ich vorher gewusst, welche Probleme ich bei der ersten Fahrschule bekomme – ich wäre direkt zur anderen Fahrschule gegangen. Das war am Ende mein Lehrgeld und ich habe im Nachhinein auch noch von vielen anderen Fahrschülern gehört, die ähnliche Probleme hatten und am Ende die Fahrschule wechselten. Einige Fahrschüler sind gar mit dem Fahrlehrer zum Supermarkt gefahren, dieser telefonierte mit seiner Frau und fragte, was er noch einkaufen müsse. Die Wartezeit auf dem Parkplatz vom Discounter hatte ich nur ein einziges Mal, andere aber umso öfter.

Mein erster Führerschein also. Und auch mein letzter. Denn meine „Plastikkarte“ ist unbegrenzt gültig und verfällt nicht. Seit 2008 habe ich sie im Portemonnaie – und seitdem auch noch keine Polizeikontrolle erleben müssen/dürfen.fuehrerschein_hinten
Dieser Beitrag gehört zur Blogparade: Mein erster Führerschein, die Marc auf ostwestf4le.de gestartet hat. Andere Teilnehmer bisher sind beispielsweise Jens von rad-ab.com, Robert Basic und auch Thomas von nicht-spurlos.de.

Wann habt ihr euren Führerschein gemacht? Welche Stories gibt es dazu zu erzählen?

Über Hauke 1123 Artikel
Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Google+.

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