Die Zwiebeltechnik gegen eisige Temperaturen

Der Winter kam vielleicht für viele recht überraschend, aber dann gleich mit der vollen Wucht. Im Rheinland, wo ich lebe, erlebt man recht selten die weiße Weihnacht. 2010 hat es einmal heftiger geschneit, davor lange Jahre fast gar nicht. Umso wichtiger wird es nun, sich gegen die eisigen Wintertage da draußen richtig zu schützen. Von Experten dabei häufig empfohlen: Die Zwiebeltechnik. Aber was ist die Zwiebeltechnik eigentlich genau?

Bei der Zwiebeltechnik geht es darum, die vom Körper erzeugte Wärme optimal zu speichern und die Kälte draußen zu halten. Hierfür soll man sich – ähnlich dem Aufbau einer Zwiebel – in verschiedenen Lagen anziehen.

1. Lage nach der Zwiebeltechnik

In der ersten Lage (Unterwäscheschicht) sollte man Kleidung bevorzugen, die eng am Körper liegen. Sie halten dadurch den Körper trocken. Außerdem sollte die Wäsche atmungsaktiv sein. Besonders gut erfüllen Materialien wie Seide, Microfaser oder Merinowolle diese Aufgabe. Eher ungeeignet, von vielen aber getragen, sin Baumwollprodukte. Sie nehmen Feuchtigkeit eher auf. Gerade wenn man vor der Weihnachtszeit oft von Geschäft zu Geschäft hetzt, schwitzt man aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen in und außerhalb des Ladens. Die Feuchtigkeit wird nicht abgetragen, man friert.

Lange Unterhosen sind bei mir übrigens auch wieder im Trend.

2. Lage in der Zwiebeltechnik

Diese besteht meist aus einem Hemd oder einer Bluse. Für diese Lage gilt wie für die erste, dass sie aus atmungsaktiven Stoffen bestehen sollte, die Feuchtigkeit nicht aufsaugt.

3. Lage der Zwiebeltechnik

Die dritte Lage besteht aus Pullover+Hose oder bei den Damen außerdem noch aus Pullover+Rock+Strumpfhose. Diese sollten aus Schurwolle oder Fleece sein, da deren primäre Aufgabe es ist, den Körper warm zu halten. Wolle als Material ist auch denkbar, wobei sie zwar auch wie Baumwolle Feuchtigkeit aufnimmt, aber viel schneller auch wieder abgibt.

Gerne ziehe ich mir auch noch einen Pulunder über den Pullover an. Rollkragenpullis sind bei mir im Winter schon ein Muss.

Die Wollmütze darf natürlich auch auf keinen Fall fehlen, da die Ohren gerne als Erste abfrieren.

4. Lage der Zwiebeltechnik

Diese Lage soll vor allem für eines sorgen: Schutz. Daher sind Winterjacken und -mäntel zu wählen, die wind- und feuchtigkeitsabweisend sind. Daunenjacken werden hierfür gerne bevorzugt.

Moderne Jacken sind mittlerweile so konzipiert, dass sie Feuchtigkeit von Innen hinausgeben, Feuchtigkeit von außen jedoch nicht hineinlassen.

Hände und Füße in der Zwiebeltechnik

Diese dürfen selbstverstänlich nicht zu kurz kommen. Die Zwiebeltechnik kann auch für die Füße anwendet werden. Dabei sollte man am besten zwei paar Socken anziehen, wobei das erste Paar aus atmungsaktivem Stoff und das zweite Paar aus dicker Wolle bestehen sollte.

Für die Hände nehme ich in der Regel nichts. Die sind in den Jackentaschen gut aufgehoben. Mich stört das ständige An- und Ausziehen.

Wie zieht ihr Euch so im Winter an? Habt Ihr weitere Tipps?

(Foto: w.r.wagner  / pixelio.de)

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