Ein Jahr im Zeichen des Alten Fritz

Eigentlich ist die historische Figur Friedrich der Große eher schwierig einzuschätzen. Man weiß halt nicht so genau, was man von ihm halten soll. Und dennoch trägt er seinen Beinamen nicht ohne Grund: Friedrich der Große feiert in diesem Jahr 300. Geburtstag und seine alte Heimat lässt sich die Feier etwas kosten. Unter dem klangvollen Titel ‚ friederisiko‘ werden im gesamten Jahr 2012 Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen und Inszenierungen rund um das scheinbar unerschöpfliche Thema Friedrich II – König der Preußen präsentiert. Zudem wurden die alten Paläste des Königs wieder auf Vordermann gebracht.

Und nicht nur das. In den ehemaligen Residenzen von Friedrich II werden auch die verschiedensten Ausstellungen gezeigt unter anderem auch die Nachstellung eines von Friedrich II geschrieben Theaterstück mit lebensgroßen Figuren aus Papier und Pappmasche! Die Künstlerin aus Belgien setzt gekonnt das hofkritische Stück um und hat bis jetzt große Begeisterung bei den Besuchern ausgelöst.

Wer denkt, dass das Thema verstaubt und trocken wäre, irrt sich gewaltig. Hier wurden weder Kosten noch Mühen gescheut um dem eigentlich etwas zweifelhaften König und Wegbereiter der Aufklärung ein lebendiges Denkmal zu bauen. Und dafür lohnt es sich für ein verlängertes Wochenende nach Berlin aber vor allem nach Potsdam zu reisen und sich die verschieden Spektakel einmal aus der Nähe zu betrachten.

Davon ab bietet die Region in der Friedrich gelebt und gewirkt hat eine Unmenge an Möglichkeiten für einen Urlaub. Wer sich genug Kultur mit dem Alten Fritz gegeben hat, kann anschließend im Spreewald flößen gehen oder in den verschiedenen Kletterparks der Gegend sich ausprobieren. Und immer ist der Weg in die Bundeshauptstadt Berlin nicht weit, um mal so richtig zu feiern. Idealer Kurztrip!

Was haltet Ihr von den 300-Jahr-Feiern für den Alten Fritz? Steuerverschwendung oder wichtig für Geschichte und Kultur?

(Foto: Rolf Handke  / pixelio.de)

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