Konzertbericht: 2006 – Robbie Williams live in Hamburg

Der folgende Artikel ist bereits knappe fünf Jahre alt. 2006 war ich in Hamburg und habe Robbie Williams live gesehen. Zwei Stunden lang – zusammen mit 80.000 Menschen!

Dennoch hoffe ich natürlich, dass euch mein Konzertbericht gefällt. 😉


Samstag, 15.07.2006. 20.31 Uhr. Feuerwerk. Gekreische. Und dann kommt er auf die Bühne. Mit einer grandiosen „Fahrstuhl-Show“ kommt er direkt aus den Katakomben auf die Bühne gefahren.

Er ist Robbie Williams und Schwarm von Millionen von Frauen. Und dies ist seine Show!

Der Titel „Radio“ eröffnet das Mega-Event. 80.000 Fans singen und kreischen den Song mit. Für einige ist das Open-Air Konzert bereits jetzt beendet: Kreislaufkollaps!

Allerdings tut diese Tatsache der Stimmung der anderen Fans keinen Abbruch. Begeistert wird Song um Song mitgesungen.

Wie man Robbie Williams kennt ist er auch ein hervorragender Entertainer und weiß seine Fans zu begeistern.

So nimmt er selbst seinen an diesem Abend nicht so guten Gesundheitszustand auf die Schippe.

Mit hängendem Kopf berichtet er, wie am Vormittag ein Arzt in seine Suite kam und ihm „such a big“ (so eine große) Spritze geben wollte.

Weiter, erklärt er, habe er dem Arzt einige nicht jugendfreie Kommentare an den Kopf geworfen und seine Flüche mit „Das ist scheiße!“ beendet.

Die Fans sind begeistert. Solche Slapstickeinlagen kommen an, machen sie den britischen Superstar doch noch einen Tick sympathischer.

In Mitten der Fans verteilen Sicherheitskräfte Unmengen an Wasser. Die Fans sind dankbar, nehmen das seifig schmeckende Wasser gierig entgegen. Trotz der 80.000 Leute gibt es kaum Unruhe. Lediglich einige Personen meinen die anderen Fans herumschubsen zu müssen. Diese Störenfriede werden jedoch schnell herausgefischt und dürfen dem Konzert nur noch außerhalb der Trabrennbahn folgen.

Währenddessen geht auf der Bühne alles seinen beinahe gewohnten Gang. Zusammen mit Jonathan Wilkes, seinem besten Freund, präsentiert Robbie „Me and my shadow“. Swing in seiner schönsten Form.

Dann ein weiteres Highlight: Beim Titel „Strong“ läuft auf den Videowänden der Songtext mit, so dass sich 80.000 Fans zu einem Karaoke-Chor zusammenschließen. Extrem genial!

Das anschließende „Fußball-Weitschießen“ verliert Robbie jedoch gegen Jonathan, was dazu führt, dass die beiden sich einen Wettkampf im Deutsch sprechen liefern. Hier gewinnt Robbie Williams klar, da Jonathan auf „Alles fit im Schritt?“ keine Antwort findet. 😀

Robbies Freude ist groß. Fast demütigend verabschiedet er seinen Freund und gibt danach einen Einblick in die Vergangenheit. „Back for Good“ aus alten Take That-Zeiten.

Der Schock: Nachdem Robbie Williams die Fans den Hit „Come undone“ fast alleine hat trällern lassen, folgt „Feel“ und der Star verabschiedet sich und verlässt die Bühne.

Die Fans schreien, kreischen, rufen, klatschen. Wollen ihn zurückholen. „Oh, wie ist das schön“-Rufe breiten sich in der gesamten Arena aus.

Nach einer endlos scheinenden Zeit fährt Robbie zurück auf die Bühne. Wieder im Fahrstuhl. Diesmal allerdings von oben. In einem Käfig schwebt er vom obersten Teil der Bühne zurück. Im neuen, weißen Trainingsanzug gibt er die sehnsüchtig erwartete Zugabe.Let me entertain you“ wird dabei zu einem fast viertelstündigen Act. Immer und immer wieder hält Robbie Williams inne und spricht zu seinen Fans. Bedankt sich. Hofft, viele von ihnen auf dieser oder seiner nächsten Tour wieder zu sehen.

Nach dem zweiten Zugabehit „Angels“, bei dem unzählige Feuerzeuge Hamburgs Himmel erleuchten, verabschiedet er sich erneut. Durch seine Krankheit geschwächt und mit feuchten Augen bedankt er sich ein letztes Mal beim Publikum und verschwindet winkend und von einem lauten Kreischkonzert begleitet in die Katakomben.

Wieder die Forderung nach einer Zugabe. Doch nichts passiert. Die Show ist vorbei. Noch lange stehen die Fans auf dem Platz. Längst sind die Flutlichter der Arena angeschaltet und die Mechaniker sind bereits dabei, die Bühne abzubauen.

22.34 Uhr. Das Konzert ist vorbei. 80.000 Robbie Williams-Fans machen sich auf den Heimweg oder ins Hotel. Der Busverkehr in der deutschen Metropole bricht zusammen. Überfüllte Straßenbahnen. Überforderte Polizisten. Es hat eben auch Schattenseiten, so ein Event. Den Fans ist dies jedoch vollkommen egal. Sie haben eine großartige Show gesehen und begeben sich langsam aber sicher wieder zurück. Dahin – von wo sie sie fast zehn Stunden vorher gekommen sind.

Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Instagram.

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