36 Stunden in Istanbul

Istanbul ist mit fast 14 Millionen Einwohnern eine Metropole am Bosporus, der den asiatischen Teil der Stadt von dem europäischen trennt. Die Stadt mit ihrer Jahrhunderte alten Geschichte bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass der Besucher für einen Kurztrip eine kluge Auswahl treffen muss. Bis heute sind noch die antiken Ursprünge Istanbuls zu sehen, so kann man restaurierte Teile der Theodosianischen Mauer, die im 5. Jahrhundert gebaut worden ist, um Konstantinopel vor Angriffen zu schützen, besichtigen. Die ursprüngliche Befestigungsanlage war rund 20 Kilometer lang. Vom Großen Kaiserpalast, dem Sitz der byzantinischen Kaiser seit dem 5. Jahrhundert, sind nur noch wenige Reste zu sehen, etwa die Zisternen. Das Valensaquädukt, das die Stadt mit Wasser versorgt hat, ist immerhin noch auf einer Länge von 800 Metern zu sehen und hat sich seit der Antike kaum verändert.

Moschee in Istanbul

Hagia Sophia und der große Basar

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die Hagia Sophia, eine ehemalige byzantinische Kirche, die im osmanische Reich Moschee wurde und heute ein Museum ist. In dem Bauwerk wurden die byzantinischen Kaiser gekrönt und für orthodoxe Christen ist sie bis heute noch ein wichtiges Heiligtum. Das Herz der Stadt ist der große Basar im Stadtteil Eminönü, er bietet auf 31000 Quadratmetern Platz für 4000 Geschäfte und wurde im 15. Jahrhundert unter Sultan Mehmet Fatih gebaut. In der Tuchhalle findet der Besucher heute noch die Gold- und Silberhändler und in anderen Bereichen, Teppich- und Antiquitätenhändler und zahllose Handwerker. Wer einen Kurztrip nach Istanbul unternimmt, sollte unbedingt auf dem Bosporus mit einer der alten Fähren, einem „Vapur“ fahren. Die Stimmung der Stadt zwischen Europa und Asien ist wohl kaum auf eine andere Weise besser zu erfahren als vom Meer aus, am besten im Frühjahr, wenn die Judasbäume blühen und die Hänge am Wasser rosa leuchten.

Beyoglu, das westlich geprägte Viertel

Das Viertel Beyoglu steht für das westlich geprägte Istanbul, davon zeugen viele Gebäude, die am Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts im Jugendstil und im Stil des Historismus gebaut worden sind. Vom Taksim-Viertel für eine moderne Einkaufsstraße mit vielen Geschäften, Restaurants und Imbissen, die Istiklal Caddesi nach Beyoglu. Seitdem die Straße für den Autoverkehr gesperrt ist, fährt dort wieder eine historische Straßenbahn. Das Pera Palace Hotel ist ein renommiertes Haus, in dem bereits Berühmtheiten wie Agatha Christie, Greta Garbo, Mata Hari und Sarah Bernhardt übernachtet haben. Beyoglu ist heute ein Viertel, in dem die jungen Istanbuler ausgehen. Neben der Hagia Sophia ist die Sultan-Ahmed-Moschee ein weiterer Höhepunkt in der Stadt am Bosporus. Sie ist die Hauptmoschee von Istanbul und mit ihren sechs hohen Minaretten unübersehbar. Sie wurde im 17. Jahrhundert im Stil der osmanischen Architektur gebaut, in Europa ist sie wegen ihrer blau-weißen Fliesen in der Kuppel und an den Mauern als Blaue Moschee bekannt.

Einkaufen und Ausgehen in Istanbul

Wer zum Shopping in die Stadt kommt, findet dort viele Möglichkeiten. Auf den Wochenmärkten wird Kleidung viel günstiger angeboten als in der Europäischen Union, die Verkäufer verkaufen oft Exportüberschüsse zu sehr niedrigen Preisen. Weil Gold in der Türkei günstiger ist als in EU-Ländern kaufen viele Touristen Schmuck in Istanbul. Die Armreifen sind oft aus 22 Karat Gold gefertigt, Schmuck hat häufig auch 18 bis 16 Karat. Weißgold wird nur selten angeboten. Auf der europäischen Seite der Stadt gibt es moderne Einkaufszentren in Tesvikiye, Nisantası, Sisli und Etiler und auf der asiatischen in Bagdat Caddesi. Hochmoderne Einkaufszentren mit einem großen Angebot und vielen Marken- und Designershops sind Akmerkez in Etiler oder Kanyon in Levent.
Wer das Nachtleben in Istanbul genießen will, sollte das Viertel Beyoglu besuchen oder Cihangir mit seinem Nachtclub Roxy. Das KV Café in der Nähe der Einkaufsstraße Istiklal Caddesim ist eine gemütliche Bar genauso wie das Aslanim im lebhaften Nevizade Sokak und das griechische Weinhaus Pano Saraphanesi. Moderne Nachtclubs finden Besucher auch im Viertel Ortaköy.

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(Foto: Michael Brüggemann  / pixelio.de)

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