Anglizismus des Jahres: Shitstorm siegt vor Stresstest

Eine Gruppe Sprachwissenschaflter kürt seit 2010 jedes Jahr den Anglizismus des Jahres. In diesem Jahr wählte die Jury um den Hamburger Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch das Wort Shitstorm zum Sieger. Auf dem zweiten Rang landete der Stresstest. Vorallem in der Onlinewelt ist das Wort Shitstorm gebräuchlich. Es bezeichnet eine Reaktion, der sich neben Argumenten auch Beleidigungen und Bedrohungen mischen.

(Foto: Janusz Klosowski  / pixelio.de)

Mit der Wahl zum Anglizismus des Jahres will die Jury ein Zeichen für den positiven Einfluss englischsprachiger Begriffe für die deutsche Sprache setzen. Aus über 60 vorgeschlagenen Begriffen wählte die Jury in diesem Jahr aus. Im Gegensatz zu den deutschen Wörtern Kritik oder Sturm der Entrüstung ginge das Siegerwort Shitstorm noch weiter und sei daher ein Lückenfüller im deutschen Wortschatz.

Als Begründung für die Wahl von Stresstest auf den zweiten Platz nannte die Jury die Tatsache, dass dieses Wort auf den ersten Blick wenig fremd wirke. Dennoch hat es englischsprachige Wurzeln. Erst im Dezember wurde der Stresstest zum Wort des Jahres gewählt. Auf den dritten Rang wählte die Jury den Begriff circlen. Dies beschreibt das Einkreisen von Bekannten beim Social Network Google+.

Im Jahr 2010 – in dem der Anglizismus des Jahres erstmals gekürt wurde – gewann das Wort leaken. Damals ging es um die Enthüllungsplattform Wikileaks, die allerlei Geheimdokumente aus US-Organisationen veröffentlichte.

Was haltet ihr vom Shitstorm als Anglizismus des Jahres? Passt das Wort? Oder ist es übertrieben?

Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Instagram.

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