Vapiano: Entbrennt im Web ein Shitstorm?

VapianoDas Netz schimpft derzeit über die Restaurant-Kette Vapiano. Vor allem der Umstand, dass man sich sein Essen selber holen muss und daher nicht rundum bedient wird, wird in einem Artikel der Wiwo kritisiert. Bei Facebook überschlägt sich der Artikel und dreht Salti, in den Kommentaren stimmen viele Nutzer dem Artikelschreiber zu. Vapiano würde das „einsame Essen“ fördern, ein gemeinsames „am Tisch sitzen“ sei kaum möglich. Denn wenn der erste seine Pasta halb aufgegessen hat, kommt erst der nächste mit der Pizza an den Tisch. Aber: So läuft das eben bei Vapiano. Und ich finde das echt gut!

Ich meine, immerhin ist das System bei Vapiano gut durchdacht. Beim Betreten des Restaurants erhält man eine Chipkarte, auf der Verzehr und Getränke registriert werden. Jeder Gast erhält eine Karte. Und die Speisekarte ist sehr übersichtlich, Pizza, Pasta, Salat. Davon jeweils verschiedene Varianten, die sich auch kombinieren lassen. Wer nun eine Pizza möchte, geht zur Pizzatheke, wer einen Salat essen will, geht zur Salattheke – und so weiter eben. Jeder bekommt das, was er möchte. Frisch, direkt vor den eigenen Augen zubereitet. Man sieht, wie die Pizza belegt werden, die die selbst zubereiteten Nudeln gekocht und mit Sauce verfeinert werden. In welchem anderen Restaurant hat man das?

Klar, man muss in einigen Fällen Wartezeiten in Kauf nehmen, nicht jeder sitzt gleichzeitig am Tisch und kann essen – aber das ist Zuhause oftmals auch nicht so. Und überhaupt, mit ein wenig Timing bekommt man bei Vapiano auch das hin. Wenn die Pizzatheke voll steht, geht man direkt hin, der Nudelfan wartet eben noch einige Minuten.Oder holt derweil die Getränke für alle – das geht im Übrigen auch mit nur einer Chipkarte.

Gemeinsam Essen bei Vapiano – gar kein Problem!

Vapiano besticht – zumindest meiner Meinung nach – mit einem gemütlichen Ambiente. Es gibt große Tische, die dafür sorgen sollen, dass auch mal Fremde zusammen essen und ins Gespräch kommen. Niemand muss demnach bei Vapiano alleine essen. Der große Olivenbaum in der Mitte des Restaurant, die frischen Kräuter zum Pflücken und Verfeinern des eigenen Essens. Alles das macht Vapiano doch gerade aus. Wenn ich das nicht will, gehe ich zum Italiener ums Eck. Aber Vapiano ist eben anders. Und – wie gesagt – mir gefällt das tatsächlich ganz gut.

Vapiano existiert bereits in 28 Ländern

In derzeit 28 Staaten betreibt Vapiano bislang rund 140 Restaurants. Alleine dies ist ein Zeichen dafür, dass das Konzept dahinter durchaus auch aufgeht. Seit dem Jahr 2002 – damals wurde Vapiano in Hamburg gegründet – ist das Unternehmen gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Und das immer mit dem Konzept, wie es in den Restaurants übermittelt wird. Langfristig will Vapiano mit diesem Prinzip rund 1.000 Restaurants eröffnen und betreiben.

Allzu schlecht, wie es derzeit im Netz verbreitet wird, kann es Vapiano dabei also gar nicht gehen.

Wie seht ihr die Sache? Pro oder Contra Vapiano? Was begründet eure Meinung?

(Bildnachweis: ehpien – CC-Lizenz)

Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Instagram.

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