Bundestagswahl 2013: Warum es sich lohnt, wählen zu gehen #btw13

By | 10. September 2013

In zwölf Tagen ist Bundestagswahl. Merkel gegen Steinbrück. Regierung gegen Opposition. Wechsel oder Altbekanntes. Doch: will Deutschland überhaupt wählen? 2009 lag die Wahlbeteiligung in Deutschland auf einem historischen Tiefstand; nur 70,8 Prozent der Wahlberechtigten gingen zur Wahlurne. So wenige Menschen waren es bis dahin noch nie bei einer Bundestagswahl. Es stellt sich da natürlich die Frage, wie die Wahlbeteiligung im Jahr 2013 aussehen wird. Und, ob Deutschland überhaupt Interesse daran hat, wählen zu gehen.

Auch aktuell springt mir ein Desinteresse an der anstehenden Wahl immer wieder ins Auge. “Wofür soll ich wählen? Da kommt eh nix bei rum..”  ist nur eine der Aussagen, die immer wieder getroffen werden. Doch: Wählen zu gehen kann sich lohnen, es kann etwas bewirken. Wer nicht zur Wahlurne geht (oder sich per Briefwahl beteiligt) verwirft etwas, was anderswo überhaupt nicht vorhanden ist: ein Recht zur Wahl gehen zu dürfen.

Wahlrecht ist ein hohes Gut

Wahlbeteiligung in Prozent

Wahlbeteiligung in Prozent

Was in Deutschland selbstverständlich ist, wird anderswo immer wieder gefordert. Denn nicht überall auf der Welt dürfen die Menschen wie selbstverständlich zur Wahlurne gehen. Oftmals ist die Wahl mit Gefahren verbunden und alles andere als Geheim. Von daher mein Aufruf an die Wahlberechtigten: Geht wählen! Es ist euer verdammtes Recht! Das sollte man nutzen! Wer nicht wählen geht, darf sich am Ende auch nicht über die Arbeit der Regierung beschweren – immerhin hätte man etwas ändern können.

Unwissen ist keine Ausrede

Auch die Ausrede, man habe von Politik keine Ahnung und wisse nicht, wen man wählen solle zählt meiner Meinung nach nicht. Schließlich kann man sich informieren. Eine Meinung bzw. ein grundlegendes Interesse an und zu den Geschehnissen in Deutschland und der Welt sollte eben vorausgesetzt werden können. Und wer trotzdem nicht weiß, wo er welches Kreuz machen soll, der kann sich mit entsprechenden Apps informieren. Der Wahl-O-Mat beispielsweise stellt 38 Thesen vor, nach der Einschätzung dieser gibt es für jeden eine informative Tendenz und eine Übersicht, mit welchen Parteien man übereinstimmt.

[appbox appstore id511947348]

Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2013

Auch sonst kann man sich überall über die politischen Interessen der Parteien informieren. Aus Gründen der Einfachheit habe ich die Wahlprogramme der größeren Parteien hier verlinkt:

Auf die Auflistung des Wahlprogrammes der NPD habe ich bewusst verzichtet.

Und warum sollte ich nun wählen gehen?

Gute Frage. Vielleicht nicht nur, weil es ein Recht ist. Sondern, weil sich nur damit etwas verändern lässt. Ob Rettungsschirm und Eurokrise, PKW-Maut oder Lehrernotstand – zu irgendeinem Thema sollte man mindestens eine Meinung haben. Und diese sollte doch richtig vertreten werden, oder? Wer wählen geht erhält sich die Möglichkeit, an Veränderung mitzuwirken. Wer nicht wählt, verspielt diese Option – nachträgliches Meckern ausgeschlossen.

Wie seht ihr das? Geht ihr zur Wahl? Wählt ihr per Briefwahl? Oder gehört ihr zu den rund 30 Prozent, die kein Interesse daran haben, dieses Land mitzugestalten?

Einen interessanten Link noch: die Zeit präsentiert Wahl-Informationen in kurioser Form, hier in der Wahlkantine.

(Grafik: wikipedia.de, Wahlbeteiligung)

 

3 thoughts on “Bundestagswahl 2013: Warum es sich lohnt, wählen zu gehen #btw13

  1. Marcus

    Hier fehlt ein ‘nicht’: oder sich per Briefwahl beteiligt

    Ansonsten: Meine Rede. Es hilft nichts, nicht wählen zu gehen. Das wird die Politik in Deutschland erst recht nicht verändern, weil im schlimmsten Falle nur noch die Parteimitglieder wählen gehen. Und wen die meisten davon wählen dürften, ist wohl klar.

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  2. Chelisa

    Also ich gehe, wie immer, natürlich hin :)
    Mittlerweile sollte man sich aber Gedanken machen, ob es nicht irgendwie machbar ist über das Internet zu wählen. Fände ich irgendwie praktischer :)
    Bayern muss ja gleich 2x ran.

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