Spargelwoche: Der Spargelanbau ist teuer und arbeitsintensiv

Weiter geht es mit der Spargelwoche. Nachdem ich euch gestern die Geschichte des Spargels näher gebracht habe, geht es nun mit dem Anbau der Gemüsestangen weiter. Der Spargelanbau ist nicht nur ziemlich teuer und arbeitsintensiv – Spargel wird zudem auch nur in Handarbeit angebaut und geerntet.

 

 

 

(Foto: christiaaane  / pixelio.de)

Der Spargelanbau

Eine mühevolle Angelegenheit ist der Spargelanbau. Genau wie die Spargelernte wird alles in Handarbeit erledigt. Je nach Witterung beginnt die Spargelernte etwa Ende April und geht traditionell bis zum Johannitag am 24. Juni. Durch das Ende der Ernte wird den Pflanzen eine ausreichende Zeit zur Regeneration gegeben. Im Folgejahr können so zahlreiche neue Sprossen gebildet werden.

Seit ewiger Zeit ein Streitpunkt: der hohe Preis für die leckere Stange. Der hohe Preis resultiert auch heute noch am aufwändigen, pflege- und arbeitsintensiven Anbau des Spargels. Daher ist der Anbau relativ teuer. Spargel wird bis heute unter Kreuzschmerzen geerntet. Außerdem ist Geduld notwendig: die erste volle Ernte liefert eine Spargelpflanze erst im dritten Jahr. Spargel kann pro Stunde – je nach Witterung – fast einen Zentimeter wachsen. Daher müssen die Spargelfelder an Tagen mit gutem Wetter mindestens zwei Mal durchgesehen werden. Aufgrund der geringsten Verdunstungsverluste eignen sich der frühe Morgen und der Nachmittag für das Spargel stechen am besten.

Aus gutem Grund also ist der Spargelgenuss ein wenig teurer als anderes Gemüse. Der Spargelpreis schwankt allerdings jährlich und innerhalb der Saison mehrfach und mitunter deutlich. Marktbeherrschend ist in Deutschland der weiße Spargel. Grüner Spargel wird nur auf Teilflächen angebaut. In anderen europäischen Ländern ist dies anders. Der Anbau und die Ernte des grünen Spargels ist insgesamt ein wenig unkomplizierter, sodass dieser häufig ein wenig preiswerter angeboten werden kann.

Spargel wächst ab Bodentemperaturen von ungefähr 12 Grad Celsius. Leicht erwärmbare und sandige Böden bevorzugt die Pflanze. Als Dauerkultur bleibt die Spargelpflanze für mehrere Jahre auf dem Feld. Neben dem delikaten Geschmack bietet der Spargel viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. In den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren haben sich in Deutschland zahlreiche gut geeignete Standorte für den Spargelanbau etabliert. Damit konnte sich auch das Gemüse selbst am deutschen Markt etablieren und stabilisieren. Allein in Niedersachsen wird auf einer Fläche von über 4500 Hektar Spargel angebaut; dies kann die Nachfrage gerade so befriedigen.

Welchen Spargel esst ihr lieber? Grünen oder weißen? Deutschen Spargel oder Importware?

Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Instagram.

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