Vom Stadt- ins Dorfleben: Das Internet

Haus PewsumVor ziemlich genau fünf Wochen sind wir umgezogen. Von der Stadt (+160.000 Einwohner) aufs Dorf (3.000 Einwohner). Raus aus der Wohnung, rein ins Häuschen mit Garten, Ofen und deutlich mehr Platz. So langsam haben wir uns im neuen Zuhause auch eingelebt – auch, wenn noch nicht alles funktioniert und es allgemein einige Umstellungen braucht. Das bisherige Großstadtleben ist vorüber, das Landleben beginnt. Passend dazu habe ich mir überlegt, eine kleine und lose Serie zu starten. Heute beginne ich mit unserem Sorgenkind: dem Internet.

Kabel Deutschland adé, Vodafone willkommen

In Oldenburg bezogen wir TV, Telefon und Internet von Kabel Deutschland. Preiswert, angenehmer Service und ein Komplettpaket ohne große Probleme. In Pewsum allerdings war Kabel Deutschland nicht verfügbar. Das Haus hat nämlich keinen Kabelanschluss. Soweit so gut. TV läuft zuverlässig und störungsfrei via Satellitenanlage – Sky funktioniert darüber ebenfalls ideal. Einzig der Receiver musste ausgetauscht werden. Beim Orkan Xaver hatten wir keine Bildstörungen oder ähnliches zu beklagen.

Telefon und Internet allerdings haben wir immer noch nicht. Zuerst haben wir – im Oktober – einen Vertrag bei Vodafone abgeschlossen. Gutes Angebot, 50.000er DSL und Festnetz dazu. Alles top. Mitte November lief allerdings immer noch nichts. Angeblich seien keine freien Ports verfügbar, zwei Anfragen bei der Telekom wurden bereits abgelehnt. Nach fünf Versuchen würde Vodafone meinen Auftrag stornieren. Das habe ich dann eher erledigt und den Auftrag storniert. Zwischenzeitlich hatte ich sogar den Namen des Vormieters in Erfahrung gebracht und Vodafone diese Daten übermittelt. Damit sollte es schneller gehen – tat es aber nicht. Lange Rede, kurzer Sinn: Bye, bye, Vodafone!

Neuer Versuch: o2 mit ähnlichem Angebot

Nach der Stornierung bei Vodafone habe ich bei o2 einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen. DSL 50.000, Festnetzflat. Dazu gibt es bei o2 noch eine Flatrate in alle Handynetze sowie einen Surfstick, damit ich sofort Internet nutzen könne. Dieser Stick kam auch zuverlässig nach wenigen Tagen und funktioniert seitdem. Mit Egde-Verbindung – auf dem Dorf kann man sich vorstellen, was hier der mobile Speed hergibt. Fast gar nix. Wie dem auch sei. Zwei Tage nach Abschluss kontaktierte mich o2 und sagte mir, in sieben bis zehn Werktagen würde alles laufen. Das ist heute auch schon wieder fast  4 Wochen her. Der Grund: Portmangel. Die Telekom als Netzbetreiber hat keine freien Leitungen.

Am 27. Dezember will o2 nun bei uns schalten. Zwischen 8 und 20 Uhr – dann soll Telefon und DSL laufen. Die Hardware zumindest kam heute an. Ein gutes Zeichen.

Ich werde in diesem Bereich weiter berichten. Vodafone hat bei mir mit dieser Aktion allerdings völlig verloren. Auch wenn ich einst zufriedener Kunde war – nie wieder. Der Kundenservice war unfreundlich, inkompetent und konnte mir keine Möglichkeiten bieten. Obwohl mir inzwischen aus anderer Quelle gesagt wurde, dass es durchaus Spielraum gegeben hätte (Surfstick etc.). So allerdings werde ich jetzt mit o2 meine Erfahrungen machen. Zudem zeigt mir der bisherige Verlauf, dass die Internetverbindung auf dem Dorf noch deutlich wichtiger ist als in der Stadt – dort gibt es zumindest Internetcafés. Der Weg zur bestehenden Internetverbindung allerdings scheint auf dem Dorf um ein Vielfaches komplizierter zu sein.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Dorf- oder Stadtleben im Bezug auf das Internet gemacht? Habt ihr ähnlich kuriose Geschichten mit den Anbietern erlebt?

Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Instagram.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.