Video: Vom Bettelweib zur Shoppingqueen

By | 25. Juli 2012

Ganz ehrlich: bei dieser Dreistigkeit fiel mir kein anderer Titel ein. Wovon wir sprechen? Die Dame im folgenden Video hat es nicht leicht. Sie ist schwer gehbehindert, kann nur nach vorn gebückt mit Stützen laufen und hält den Passanten dabei einen Becher hin und sammelt Almosen. Tagein, tagaus wiederholt sich diese Aktion – die Dame erweckt Mitleid und kann dadurch einiges an Geld erbetteln. Doch dann die Realität: keine Behinderung, keine Stützen.

Die Dame ist kerngesund, den angeblichen Autounfall, der ihren Rücken verletzt haben soll, hat es vermutlich niemals gegeben. Tagsüber geht die junge – durchaus attraktive – Frau betteln, nutzt dafür eine tragische Geschichte. Und abends, nach Feierabend sozusagen, genießt sie ihr Leben. Geht shoppen, kann Treppen steigen und Freunde treffen. Am nächsten Tag wieder das gleiche Spiel: die Bettelei bei Passanten beginnt erneut.

Ich weiß, dass meine Oma mal einen Mann kannte, der tagsüber auf der Straße saß und bettelte, abends aber regelmäßig von einem hochwertigen Auto abgeholt wurde. Mindestens genauso dreist ist die junge Frau im Video. Meiner Meinung nach ist das nichts anderes als Betrug. Ziemlich krass, ziemlich aufwändig und – wie gesagt – ziemlich dreist.

Kennt ihr ähnliche Fälle? Wie reagiert ihr auf solche Maschen? Wie verhaltet ihr euch generell gegenüber Bettlern?

(via)

4 thoughts on “Video: Vom Bettelweib zur Shoppingqueen

  1. Daniel

    Ich hab mal in einer Gastronomie gearbeitet. Da kam dann ein Mann herein und hebt nen Zettel hin “Kind Totkrank, bla bla bla brauch geld, sonst Kind tot”. Ich hab abgelehnt, dann wollte er einen Kaffee und gleich danach eine Zigarette erbetteln, hab ich auch beides abgelehnt.
    Dann ging er zum Zigarettenautomaten, hat in seine Tasche gegriffen, die war voll mit Geld, hat sich Zigaretten gekauft und ist grinsend gegangen.
    Der Typ hat garantiert mehr Geld verdient wie ich damals!
    Ich mach es nur noch so, wenn einer Bettelt, er habe Hunger oder so, dann geh ich mit ihm zum nächst besten Imbis und da soll er sich was aussuchen oder ich bring ihm nen Brot oder nen Wasser. Mehr gibts nicht!

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  2. Matze

    Viele Bettler in deutschen Großstädten sind organisierte Gruppen aus Quasi-Schauspielern. Sicherlich ist es ein Problem, anderen Menschen etwas vorzuspielen und Menschen zu diskreditieren, die wirklich notleiden, gut geht’s denen aber bestimmt trotzdem nicht. Allzuviel Geld werden sie auch nicht bekommen. Ein richtiger Job wäre lukrativer.

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  3. Simon

    Ich gebe den Bettlern auch nie was. Ich denke mit einer Spende an eine gute Organisation kann man mehr helfen. Bettler sind oftmals nämlich organisierte Banden. Das Beispiel von dir oben mit der Frau ist aber besonders dreist. Ich denke dies ist aber kein Einzelfall.

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  4. Stefan

    Also ich spende gerne mal etwas Kleingeld (ein paar Euros hat man immer mal übrig). Fast jedes Wochenende in der Stadt gebe ich jemandem etwas Geld, wenn es kein Junki oder Trinker ist. Die Pseudobettler findet man immer mehr auf den Strassen, was wirklich nervt. Die sind zum Teil richtig aufdringlich. Mittlerweile stehen die sogar schon vor Supermärkten. Solche Leute sorgen dafür, dass weniger gespendet wird und die wirklich Bedürftigen werden darunter leiden müssen.

    LG Stefan

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