Wie gefährlich sind E-Zigaretten?

Seit 2005 sind E-Zigaretten in Europa erhältlich. Die ersten Modelle waren sehr leistungsschwach und hatten viele Schwachpunkte. Die elektrischen Zigaretten von heute sind kein Vergleich mehr, das grundlegende Funktionsprinzip ist hingegen immer noch dasselbe.

Eine E-Zigarette zerstäubt die Flüssigkeit, ein sogenanntes Liquid. Der Dampf wird anschliessend inhaliert. Die Zusammensetzung dieses Liquids kann je nach Hersteller unterschiedlich sein. In Europa ist dies durch die Tabakprodukt-Verordnung geregelt, was in ein Liquid beinhalten darf. Europäische Liquids enthalten Glycerin, Propylenglycol, Wasser, Lebensmittelaromen und manchmal noch Nikotin.

Wo gibt es gute E-Zigaretten zu kaufen?

Gute E-Zigaretten und Liquids, kann man in vielen lokalen Fachgeschäften kaufen. Auch in Onlineshops sind viele Produkte erhältlich. Hierbei gilt es die örtlichen Regelungen in Europa zu beachten. In Österreich dürfen E-Zigaretten und Liquids nicht über Webshops bezogen werden. Die Schweiz ist zwar nicht in der EU, trotzdem gilt die EU-Richtlinie für nikotinhaltige Liquids auch in der Schweiz. Im Dampfershop von Dampferland sind viele bewährte Modelle und gute Liquids zu finden. Das Versandgebiet ist zwar die Schweiz und Liechtenstein, auf Anfrage wird aber auch nach Deutschland versendet.

Warum explodieren E-Zigaretten?

Eine explodierende E-Zigarette ist niemals der Normalfall. Damit dieser Fall eintritt, muss ziemlich viel daneben gehen. Das Gerät selbst braucht relativ viel Strom, da eine Heizwendel im Verdampfer erhitzt werden muss. Dieser Strom wird von einer Batterie bereitgestellt. Minderwertige Batterien sind nicht in der Lage, diese hohe Strommenge in kurzer Zeit zu liefern. Im Verlaufe der Zeit kann eine solche Batterie durch die ständige Überlast ausgasen. Befindet sich nun diese Batterie in einem fest verschlossenen Gehäuse, dem sogenannten Akkuträger, wird sich der Überdruck beim Ausgasen irgendwann explosionsartig entladen. Minderwertige Komponenten können zudem Kurzschlüsse verursachen, welche sich ebenfalls fatal auf den Akku auswirken können. E-Zigaretten von guter Qualität enthalten Ausgasungslöcher im Gehäuse des Akkuträgers, zudem schützten verschiedene Sicherungen den Akku vor einer möglichen Überlast. Bei Billigmodellen fehlen diese wichtigen Schutzfunktionen oftmals vollständig.

Weshalb sind in den USA Menschen gestorben?

In den USA sind viele Menschen durch E-Zigaretten gestorben. Hierbei ist auffällig, das sich alle Fälle auf die USA konzentrieren. Ausserhalb der USA konnte kein Anstieg verzeichnet werden. Bei über 90 % der aufgetretenen Fälle wurde der Inhaltsstoff THC im benutzten Liquid gefunden. Damit dieses THC vom Cannabis gelöst werden konnte, wurde ein Öl eingesetzt. Diese Ölmischung wurde anschliessend dem Liquid beigemengt. Dieses Öl enthält Tocopherylacetat, welches schwere Lungenschäden verursacht hat. Bei der Produktion dieser Liquids war es schlicht unbekannt, welche Folgen Tocopherylacetat auf die Lunge des Menschen hat. Hinzu kommt noch, das THC unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, alle solche Liquids sind somit illegal. Die Produktion wurde im Untergrund durchgeführt.

Welche sonstigen Risiken sind bekannt?

Auch ausserhalb der USA sind schon Menschen aufgrund des Konsums von legalen E-Zigaretten hospitalisiert worden. Oftmals war eine Unverträglichkeit eines Inhaltsstoffes des Liquids verantwortlich. Grundsätzlich kann jeder Inhaltsstoff beim Liquid eine allergische Reaktion auslösen. Am häufigsten geschieht dies beim Propylenglycol. Wie bei jeder Allergie kann dies im Extremfall lebensbedrohend werden. Propylenglycol ist an sich ungefährlich, das Immunsystem regiert bei einigen Menschen aber heftig auf den Kontakt.

Auch Überdosierungen beim Nikotin wurden schon beobachtet. Aus diesem Grunde wurde in Europa die maximale Nikotinkonzentration auf 20 mg/ml begrenzt. Ausserhalb von Europa kann Liquid mit weitaus höheren Werten gekauft werden. Zudem gilt es zu beachten, das beim Hantieren mit Liquids das Nikotin auch über die Haut aufgenommen werden kann.

Dampfen oder Rauchen?

Die E-Zigarette ist sehr umstritten. Das Dampfen sollte nur als Alternative zum Rauchen betrachtet werden. Im Vergleich zur Tabakzigarette hält sich die elektrische Variante jedoch ganz gut. Werden qualitativ gute E-Zigaretten und Liquids benutzt, keine Unverträglichkeit vorhanden ist, kann das Dampfen eine sinnvolle Alternative darstellen. Einer der grössten Vorteile der E-Zigarette ist, das keine schwarze Raucherlunge entsteht, da kein Teer im Dampf vorhanden ist. Denn gerade der Teer ist nachweislich extrem schädlich beim Rauchen von Tabak. Gemäss einem offiziellen Bericht von Public Health England (PHE) und Cancer Research UK, ist das Dampfen nicht ohne Risiko, aber zu 95 % weniger schädlich als das Rauchen von Zigaretten. Frauen wird während der Schwangerschaft vom Rauchen und Dampfen abgeraten. Bei Tierversuchen mit trächtigen Mäusen konnten genetische Veränderungen am Gehirn der neugeborenen Mäuse nachgewiesen werden, wenn die Muttertiere dem Liquid-Dampf für längere Zeit ausgesetzt waren. Menschen sind zwar keine Mäuse, diese nachgewiesenen Veränderungen mahnen aber zur Vorsicht.

Hauke

Ich bin Hauke. Blogger, Texter, Papa. Ich blogge hauptsächlich hier auf tagestexte.de. Zudem findet man mich auf Facebook, Twitter und Instagram.

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